Gaias Kinder

Natürlich nachhaltig.

Brötchen Knast

| Keine Kommentare

Macht Brot und Weizenmehl krank?

Brötchen Knast

Brot und Brötchen vom Bäcker? Mit nichten, wenn du von Malzer, Hosselmann, Grobes, Klems und Konsorten kaufst, kaufst du leider nicht vom Bäcker. Du kaufst großindustriell, halbchemische Backmischungen, die aufgebacken wurden. Überwiegend jedenfalls. Das meiste Brot wird längst nur noch von wenigen großen Backfabriken hergestellt, denn knapp zwei Drittel ihres Brotes kaufen die Deutschen in Supermärkten und Discountläden.

frischebrote

Zusatzstoffe und Chemie

Auch hier gilt: weniger ist manchmal mehr. Je weniger Zutaten im Brot sind, desto besser und natürlicher ist es. Was schätzt du, wieviele Zusatzstoffe in deinem Brot sind? In keiner anderen Lebensmittelindustrie werden so viele Zusatzstoffe eingesetzt wie beim Brot backen. Fast 200 Stoffe sind erlaubt, bis zu 20 dürfen in jedem einzelnen Brotteig sein. Zu den zugesetzten Stoffen zählen auch so unnötige Zutaten wie Soja, Schimmelpilz-Enzyme oder die Aminosäure Cystein aus Schweineborsten. Immerhin ist die früher übliche Gewinnung dieser Aminosäure aus Menschenhaar mittlerweile in der EU verboten. Fokus schreibt dazu:

Auftauen statt Backen

„Wir backen täglich frisch“, lautet zwar der Werbeslogan in manchen Supermärkten – das ist aber in der Regel nur eine Umschreibung für das Aufbacken von tiefgekühlten und halbrohen Teiglingen, die später in Gitterregalen (Branchen-Spott: „Brötchen-Knast“) landen. Das traditionelle Backhandwerk stirbt aus. Gab es vor rund 60 Jahren noch 55.000 Bäckereien in Deutschland, sind es heute noch knapp 14.000, viele davon sind Großbäckereien.

Was ist drin?

Die großen Industriebäckereien müssen ihr Brot, bzw. ihre Teigmischungen, die sie an die Backketten verkaufen natürlich haltbar machen. Daher wird nicht wie früher üblich frischer Sauerteig verwendet, sondern ein Backmischungscocktailteig mit schön viel Chemie drin. Toxische Getreideproteine werden normaler weise bei einem Sauerteig durch gesunde Hefepilze und Lactobazillen abgetötet. Das benötigt aber einen längeren Reifeprozess. Heutzutage werden durch das Hopp-Hopp Schnellbackverfahren diese toxischen Stoffe nicht oder nur teilweise abgebaut. Gern wird statt frisch zubereitetem Sauerteig, getrockneter Sauerteig oder minderwertige Teigsäuerungsmittel, wie Kunstsauer verwendet. Verdickungsmittel, Emulgatoren und Säureregulatoren kommen hinzu.  Für die Backmittelindustrie sind auch Backmischungen ein gutes Geschäft: Sie verdient nach Schätzungen des Backzutatenverbandes etwa 1,6 Milliarden Euro im Jahr. 2009 hat sie rund 130.000 Tonnen Backmittel und Backgrundstoffe abgesetzt. Abgesehen von Magenproblemen und saurem Aufstoßen, mit dem viele Menschen reagieren, sind diese Backwaren auch mineralstoffarm, dafür aber mit toxischen Inhaltsstoffen angereichert.
Daher wundert es niemanden, dass wir selbst und unsere Kinder immer mehr Allergien oder Unverträglichkeiten entwickeln. Egal wie gut es schmeckt, jeder von uns sollte überlegen, WO und WELCHES täglich Brot er kauft. Es ist sicherlich kein Beinbruch, ab und zu solche Backwaren zu verzehren – als Dauerlebensmittel und vom täglichen Verzehr ist jedenfalls abzuraten.

Zutaten Angaben?

Immer wieder hört man von gutgläubigen Verbrauchern die Aussage, dass das ja sooo schlimm nicht sein kann, denn schließlich müssen ja auf den “verpackten” Broten zumindest die Zutaten und Inhaltstoffe angegeben werden. Das ist nur teilweise richtig. Denn nicht alles, was dem Back-Teig zugesetzt wurde, gilt auch offiziell als Zutat. So ist es zum Beispiel so, dass technische Hilfsstoffe, die den Teig maschinengängig machen sollen, nicht genannt oder aufgelistet sein müssen. Dazu gehören zum Beispiel einige Enzyme. Die industriell hergestellten Eiweißstoffe sollen die Backeigenschaften verändern. Oft werden aber Eiweiß-Enzyme aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen gewonnen. Wir als Käufer wissen davon nichts und lesen es auch nicht in der Zutatenliste.

Mehlarten, Gluten und Kasein

Roggen, Weizen- oder gar Vollkornmehl, woraus die meisten Backwaren sind, sind leider nicht die guten Mehle. Traditionell und in der guten alten Zeit war das nicht so. Allerdings ist unser Getreide heute nicht mehr so beschaffen wie vor 100 oder 200 Jahren. Auch die Böden sind nicht mehr das, was sie mal waren. Warum Getreide für die meisten von uns so schädlich ist, ist u.a. wunderbar in den Büchern von Dr. Davis, Felix Olschewski und Nico Richter beschrieben. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte sich die entsprechende Literatur zu Gemüte führen – Einsichten und Schockwissen inbegriffen.
Für die immer Eiligen sei hier kurz auf Gluten hingewiesen:
Gluten ist das Klebereiweiß in vielen Getreidsorten wie Dinkel, Roggen, Weizen, Einkorn, Hafer, Gerste und Emmer oder Kamut. Menschen mit Magenproblemen oder Schildrüsenerkrankungen sollten sich definitiv glutenarm oder sogar völlig glutenfrei ernähren.

getreideauswahlen

Dr. William Davis berichtet in seinem Buch “Weizenwampe” aus seiner Praxis und stellt gesundheitlichen Probleme vor, die Weizen verursachen kann. Er behandelt dabei häufig vorkommende Weizen relevanten Probleme: Sucht, Fettleibigkeit, Darmerkrankungen und Zöliakie, Diabetes und Insulinresistenz, Säurehaushalt, Vorzeitige Alterung, Herzkrankheiten, Beeinträchtigung des Gehirns, Auswirkungen auf die Haut.

Auszug aus dem Buch:

“Noch immer wird Diabetikern geraten: Weniger Zucker und Fett aber viele Kohlenhydrate in Form von Getreide. Je höher der Blutzucker nach dem Essen ansteigt, desto mehr Fett wird eingelagert. Als wichtiges Indiz gilt der glykämische Index (GI). Er besagt, wie schnell und hoch ein Lebensmittel den Blutzucker ansteigen lässt.
Der Hauptbestandteil der Weizenstärke ist das Amylopektin A. Es lässt sich leicht und schnell von den Enzymen der Bauchspeicheldrüse in Glukose umwandeln.
Zwei Stunden nach dem Verzehr hat z.B. Vollkornweizenbrot einen GI von 72, Vollkornweizen-Spaghetti 42, Haushaltzucker 59! Traubenzucker(Glukose) hat zwar einen Index von 100, wird jedoch meist nur in kleinen Mengen verzehrt.
Auf hohe Blutzuckerspitzen folgt bekanntlich ein steiler Blutzuckerabfall. Die Folgen sind Hunger, Benommenheit, Müdigkeit und Zittern. Bei Davis Patienten sanken nach Weizenverzicht nicht nur die Zuckerwerte sondern auch das Gewicht. Sodbrennen, Durchfälle und Krämpfe verschwanden.
Im Gegenzug hatten seine Patienten mehr Energie, erhöhte Konzentration und erholsameren Schlaf. Hartnäckige Hausausschläge verschwanden. Rheumatische Gelenkentzündungen und Asthmasymptome gingen zurück. Schon ein kleiner Rückfall in die alte Ernährung brachte alle Beschwerden wieder zurück.
Bekannt ist die durch den Kontakt mit dem Weizenklebereiweiss Gluten ausgelöste Zöliakie. Gluten ist ein Bestandteil der meisten Getreide, wie Gerste, Roggen, Hafer, Kamut, Grünkern und Dinkel. Gluten ist für die ausgezeichnete Backeigenschaft verantwortlich. Weizen besteht zwar nur zu 10 bis 15 Prozent aus Protein (Eiweiss), aber 80 Prozent davon sind Gluten.
Die Zahl der Zöliakie-Erkrankten hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Weitere interessante Themen in Davis Buch, sind „Weizenfreie Ernährung als Anti-Aging-Mittel“ und „die Verhinderung von Haarausfall oder Akne.“

 

Weiterlesen auch bei Urgeschmack: Was ist die Weizenwampe? (Video)

Schon gewußt?

Es gibt durchaus alternative Mehlarten. Hier sind einige davon:
Lupinenmehl, Kastanienmehl, Eichelmehl, Koskosmehl, Haselnussmehl, Buchweizenmehl

TIPP:

Auf www.brot-test.de  kannst du dir Bäckereien anzeigen lassen, die subjektiv getestet in den letzten drei Jahren qualitativ sehr gute Backwaren mit im Angebot hatten. Nachfragen ist natürlich hier wie immer erlaubt und nötig, vor allem für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten.
Hier wird dir eine Bäcker-Suche angeboten, wo du einfach deine Postleitzahl oder deinen Wohnort eingeben kannst, um gute Bäckereien in deiner Nähe zu finden. Alle regionalen Kleinbäckereien und richtige Bäckermeister sind den Großketten wie z.B.  Grobe natürlich vorzuziehen. Achtung: Gluten- und weizenfreie Brote sind natürlich auch hier die Ausnahme! Nachfragen, was im Angebot enthalten ist!
 getreide
Weiterführende Links:
1. http://www.brot-test.de/ Ausgezeichnete Bäckereien finden (Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser) (-;
2. http://www.urgeschmack.de/was-ist-die-weizenwampe-video/ Felix Olschewski
…………..
Quellen:
1. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/brot171.html
2. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/brot-tuev-wie-gut-ist-unser-taeglich-brot_id_4985194.html
3. http://www.brot-test.de/
4. http://www.gesund-aktiv.com/wissenswertes/weizenwampe-warum-weizen-krank-und-dick-macht/
 
Teilen über:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.