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Glukosesirup – Glykoproteinsyndrom // Folgen für das Immunsystem Teil II

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Glukose-2

So, wie versprochen geht es heute mit dem 2ten Teil weiter.

Bis jetzt scheint ja noch nix Positives am Glukosesirup / Glykoprotein zu sein, zumindest bei dem künstl. Hergestellten stimmt das.

 

Was passiert nun mit dem Immunsystem?

Das Immunsystem kann sich nach dem Angriff der Lektine erholen. In der Regel dauert das drei bis vier Tage. Ist dies gewährleistet erholt es sich, und es entstehen vermutlich keine dauerhaften Probleme. Da jedoch nicht nur Genußmittel, sondern auch Nahrungsmittel wie gesüßter Yoghurt oder gesüßtes Fertigmüsli
mit Glukosesirup belastet sind, wird das lektinfreie Intervall, d.h. die Zeit für eine Erholung des Immunsystems, zu kurz. So können die an sich ungefährlichen kleinen Einzelmengen an Glykoproteinen durch ständige Wiederholung und Langzeitkonsum ihre volle Wirkung entfalten
und zu einer krankhaften Daueraktivierung des Immunsystems führen, genau so wie es ein chronischer Entzündungsprozess durch Bakteriengifte tun würde.

Ein beispielhafter Krankheitsfall kann dies verdeutlichen: Der jetzt 65­jährige Patient war mit 50 Jahren an einer Psoriasis vulgaris erkrankt. Mit 60 brach eine aggressiv verlaufende rheumatoide Arthritis aus, gleichzeitig verschlimmerte sich die Schuppenflechte

Laborbefunde boten keine Besonderheiten: Die Rheumafaktoren waren typischerweise
negativ. Bei den Nahrungsgewohnheiten fiel ein beinahe täglicher Verzehr von Speiseeis und
industriell hergestellter Konfitüre sowie ein nicht ganz so häufiger von Kokosriegeln, Pralinen
und Karamell­Nußriegeln auf, die allesamt einen hohen Lektingehalt haben. Er war sicherlich
jahre­ und jahrzehntelang einem überdurchschnittlichen Lektineintrag ausgesetzt, so dass man
von einer Dauerberlastung des Systems sprechen muss. Wegen starker Verschlimmerung der
rheumatoiden Arthritis, die ihn bereits an einen Rollstuhl denken ließ, musste die chemische
Therapie mit Maximaldosierungen von Kortison und Prostaglandinhemmern als erfolglos
angesehen werden.

Medikamentenunverträglichkeit veranlasste den Patienten, in eigener Regie sämtliche
Medikamente abzusetzen und sich konsequent lektinarm unter völliger Vermeidung des
Glukosesirups zu ernähren. Neun Monate später war er von Seiten der rheumatoiden Arthritis
beschwerdefrei. Sogar Kapselverdickungen am Kniegelenk bildeten sich zurück. Nach einem
Jahr verschwand auch die Psoriasis.

Nun wurden zwei Provokationsversuche durchgeführt: Der erste erfolgte mit Speiseeis, der
zweite mit Kokosriegeln. Beide Produkte enthielten Glukosesirup in hoher Konzentration. Nach
Genuß dieser Nahrungsmittel über 14 Tage traten jeweils hochakute neue Schübe der
rheumatoiden Arthritis auf. Die Verschlimmerung der Psoriasis folgte jeweils zeitversetzt ein bis
zwei Monate später. Die Abheilung benötigte jeweils etwa drei Monate.

Die Symptome und wann treten sie auf?

Wie kann man sich die Entstehung dieses Glykoproteinsyndroms vorstellen? Wir wissen, dass mit Lektinen voll besetzte Schleimhautzellen der Darmwand zu Grunde gehen. Dieses offenbar ständig nötige Zellopfer bedingt die kurze Lebensdauer der Darmzellen. Unser Organismus hat sich hieran angepasst, so dass er auch auf Dauer gesehen hierdurch nicht erkrankt. Dies geschieht erst, wenn durch die massive Aufnahme von Glukosesirup die Leistungsfähigkeit
dieses Systems ständig überfordert wird. Dann gelangen die Lektine durch die Darmschranke ins Blut zusammen mit Bakteriengiften aus dem immer stärker mit Fremdbakterien und schließlich mit Pilzen durchsetzten Darminhalt, in dem es zunehmend zu Gärungs­ und Fäulnisprozessen kommt. Am Ende eines solchen Prozesses der gegenseitigen Verschlimmerung entsteht in einigen Fällen das Vollbild einer chronischentzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn.

Besteht die Überlastung des Immunsystems mit Lektinen über Jahre hin fort, kann es zu einer Fehlanpassung und Regulierungsstarre kommen. Das System beginnt im Dauerzustand der Überfunktion Zeichen der Erschöpfung zu entwickeln. Diese bestehen darin, dass Erkennung und Abbau körperfremder Eiweiße nicht mehr zuverlässig funktionieren. So gelangen Eiweißkörper durch die Kontrollschranke, die immer noch Fremdcharakter haben und in ihrer
Summe zu einem erheblichen Störfaktor werden können. Der Körper versucht sich ihrer zu entledigen, indem er sie in stoffwechselarmen Geweben einfach ablagert. So werden die Bindegewebe zu einer regelrechten Müllhalde von solchen Makroglobulinen.

Dieser Vorgang kann jahrelang einer manifesten Erkrankung symptomarm und unbemerkt vorangehen. Sobald aber die Menge an antigenen Makroglobulinen eine bestimmte Reizschwelle überschreitet, kommt es zu einer Überreaktion gegen die Globuline. Da diese nicht frei im Gewebe liegen, sondern in den Faserstrukturen fest eingebaut sind, müssen Entzündungszellen eindringen und den Abbau vornehmen. Die damit verbundene Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit bedeutet dann den Beginn der akuten Arthritis oder der Psoriasis.

Erfolgreiche Therapie bestätigt die Erkenntnisse

Einige wichtige Aspekte der modernen Zivilisationskrankheiten lassen sich nun aus der Entstehung des Glykoproteinsyndroms (GPS) erklären und unterstützen umgekehrt die Annahme, dass das GPS die wesentliche gemeinsame Ursache ist. Dafür spricht unter anderem:

– der schubweise Verlauf von rheumatoider Arthritis und Psoriasis, 
der oft auch von Patienten beschriebene Zusammenhang der Beschwerden mit der Nahrungsaufnahme,
– die lindernde Wirkung des Fastens,
– die Möglichkeit, einen Rheumaschub durch Aufnahme der entsprechenden Produkte auslösen zu können, und nicht zuletzt
– die Erfolge der Therapie gerade auch im Kontrast zu den Mißerfolgen der konventionellen Therapie

Die gründlich recherchierten und untersuchten fünf Fälle sind nach sechs bis neun Monaten beschwerdefrei geworden (etwa ein Monat je Jahr der vorherigen Erkrankungsdauer). Darunter ist ein Fall von schwerster Spondylitis ankylopoetica (Morbus Bechterew), dem nach einem letzten und ebenfalls erfolglosen Versuch mit einer Thorium XBestrahlung von seinen Ärzten noch eine Lebensdauer von zwei Jahren prognostiziert wurde. Jetzt hat der Patient nach über
zehn Jahren zum zweiten Mal den Atlantik auf seiner Segelyacht überquert.

In einem anderen Fall von dreizehnjähriger schwerer rheumatoider Arthritis musste wegen einer Allergie das Diclofenac abgesetzt werden. Das gelang nur in einem halbjährigen stationären Entzug, da die Patientin schwere Entzugserscheinungen hatte (Schmerzüberempfindlichkeit sowie neurologische und psychische Symptome). Heute ist die Frau ohne Medikamente beschwerdefrei.

Eine extreme Ausprägung der Dünndarmbeteiligung scheint die Enteritis regionalis (M. Crohn) zu sein, die in über 20 Prozent der Fälle mit rheumatoider Arthritis kombiniert vorkommt. Eine lektinarme Diät führte auch hier zur Heilung in einem Fall, der bereits zur Operation anstand.

Es mag etwas ungewohnt sein, die bisher als selbständig betrachteten Krankheiten lediglich als Symptome einer tiefgreifenden Störung des Immunsystems zu sehen, entspricht aber der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen und seiner Erkrankungen. Das Allerwichtigste ist aber, dass sich jetzt Möglichkeiten ergeben, diese riesige Zahl schwerer Erkrankungen mitsamt ihrem Leid und den Behandlungskosten überhaupt zu vermeiden, indem wir den Glukosesirup aus unserer Nahrung verbannen.  Kaum zu glauben, wo der klebrige Süßstoff überall drin steckt ­ selbst in Produkten, die als gesund gepriesen werden oder als für Kinder empfehlenswert prämiert wurden.

Quelle: Dr. med. Hartwig Carstensen // naturarzt – acces.de

Dr. med. Hartwig Carstensen
Jahrgang 1937, Chefarzt für Chirurgie im Ruhestand, beschäftigt sich seit fünf Jahren mit der
Erforschung der Ursachen von rheumatoider Arthritis.

Glukosesirup – Glykoproteinsyndrom // Symptome & Ursachenbekämpfung Teil III

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