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Shell darf in der ARKTIS nach Öl und Gas bohren

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Das Todesurteil für viele Tierarten
Das US-Innenministerium gibt grünes Licht für Ölbohrungen in der Arktis.

Die Nachricht platzte mitten in den in Hamburg tagenden G7-Energiegipfel: Der Mineralölkonzern Shell darf in der Tschuktschensee im Nordpolarmeer nach Öl bohren. „Das ist klimapolitischer Wahnsinn“, sagt die Arktis-Expertin von Greenpeace Larissa Beimer. Mit dieser Entscheidung setze die Obama-Regierung das sensible Ökosystem der Arktis bewusst aufs Spiel. Es sei doppelzüngig, den Klimawandel als größte Gefahr für kommende Generationen zu sehen und dann Shell die Ölbohrungen in der Arktis zu genehmigen.

Umweltschützer kritisieren den riskanten Plan aus zwei Gründen: Das Öl in der Arktis müsse im Boden bleiben, um das Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken. Außerdem sei eine Bekämpfung eines Ölunfalls in diesen abgelegenen Gebieten mit extremen Wetterbedingungen nicht möglich.

Greenpeace und andere Umweltgruppen kündigen für das Wochenende Protestaktionen in Seattle an. Dort soll die Plattform “Polar Pioneer” für ihren Einsatz in der Arktis vorbereitet werden.

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Shell hatte sich schon seit Jahren um die Erlaubnis bemüht, an die kostbaren Bodenschätze zu kommen. Der Konzern will in der Tschuktschensee, knapp 113 Kilometer entfernt von dem Dorf Wainwright an der Nordwestküste Alaskas, an bis zu sechs Stellen in relativ flachem Wasser bohren.

Die Entscheidung der US-Regierung ist ein schwerer Schlag für die Umweltschützer, die Bohrungen in arktischen Gewässern kategorisch ablehnen. Sie weisen darauf hin, dass ein Unfall in dem Eismeer noch weitaus verheerendere Folgen haben könnte als die Havarie der Bohrinsel “Deepwater Horizon”. Bei dem Unglück waren 2010 elf Menschen getötet worden, Millionen Barrel Öl strömten in den Golf von Mexiko und verursachten gravierende Schäden am Ökosystem.

Die Tschuktschensee gilt als unberechenbar. Das Wetter dort ist extrem, die Wellen können bis zu 15 Meter hoch schlagen. Die nächste Küstenwache, die auf einen möglichen Ölaustritt reagieren könnte, liegt tausend Kilometer entfernt. In dem Meer siedeln Grönlandwale, Walrosse und andere Meeressäuger.

Bis zum Beginn der Bohrungen muss Shell nun noch Genehmigungen von mehreren weiteren Stellen einholen, die Erlaubnis der US-Regierung galt jedoch als größte Hürde.

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Klimaretter.info schreibt:

“Das heute genehmigte Projekt ist größer, schmutziger und lauter als alles bislang Dagewesene”, erklärte die US-Umweltorganisation Earthjustice. Die Entscheidung des Innenministeriums stelle das Geschäft der Ölkonzerne über die Menschen und setze die Flora und Fauna der Arktis aufs Spiel. Anfang April hatten Greenpeace-Aktivisten nordwestlich von Hawaii vorübergehend die Bohrplattform “Polar Pioneer” geentert, die Shell derzeit über den Pazifik transportiert. Ziel ist zunächst Seattle an der US-amerikanischen Westküste, wo die Plattform in dieser Woche eintreffen und fit für die Arktis gemacht werden soll.

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Umweltschützer befürchten unumkehrbare Schäden in dem empfindlichen Ökosystem der Arktis. „Diese Entscheidung stellt das große Ölgeschäft über die Menschen und setzt die Tier- und Pflanzenwelt der Arktis und die Gesundheit unseres Planeten aufs Spiel“, kommentierte die Umweltschutzorganisation Earthjustice. „Es gibt keine Methode, einer Ölpest im eisigen arktischen Wasser zu begegnen“, sagte Susan Murray von der Organisation Oceana.

Auch Greenpeace kämpft seit Jahren dafür, dass die Arktis frei von Bohrschiffen und -inseln bleibt. „Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Öl aus der Arktis im Boden bleiben muss, wenn wir unter einer globalen Erwärmung von zwei Grad Celsius bleiben wollen“, so Arktis-Expertin Larissa Beumer von der Umweltschutzorganisation. Zudem machten die extremen Bedingungen der Arktis einen Ölunfall sehr wahrscheinlich.

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[Quellen: -https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/shell-darf-bohren-0
– https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=O56EqzwqrXA
– http://www.mopo.de/politik—wirtschaft/umweltschuetzer-entsetzt-tabubruch–shell-bohrt-in-der-arktis,5066858,30684730.html ]

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